149. – Vertrieben (Gerechtigkeit und ich)

.   Ich sehe auf mein Werk herab, wie Gott auf Babel, und
.          ich bin geneigt, es zu zerteilen, zu zerstreuen.
.                 Nein:
.   Ich schaue drauf, wie Er auf
.          alles Dichten und Trachten der Menschen,
.                 und will es fluten und ertränken
.                        in meinem Schöpfer-Zorn.

.   Und ich will gleichzeitig Noah sein,
.          und nur ein wenig davon retten,
.                 doch nicht das Friedlich-Erhabene,
.                        sondern das Stürmisch-Drängende.

.   Und weil auch nur ein Bruchteil
.          mir zu erhalten wert ist,
.                 sehe ich ein,
.                        dass
.   ich selbst getilgt gehöre, und dass
.          ich schon die ganze Zeit
.                 mich meiner selbst
.                        erwehrte; und ich
.                 behaupte hinfort einfach eitel,
.          jemand anderes als ich
.                  hätte alles das ersonnen und geschrieben,
.                        was dort steht;
.                 und ich entscheide fortan
.          – und rückwirkend –
.   mich für ein Pseudonym.

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