78. – Another page

Er suchte Ruhe, wenn auch nicht Dunkelheit, in seiner Kammer. Kunstlicht würde abends auf die leeren Seiten vor ihm treffen. Jetzt, tags, war die Sonne für die Beleuchtung der weißen Flächen zuständig. Er empfand dies als Arbeitsteilung.
Manche sagten »Blockade« dazu. Für ihn war es Befreiung. Von einer Sucht. Es war gut, das Gefühl, vorerst alles erzählt zu haben.
Er betrachtete das Blatt, das auf seinem Schreibtisch lag, der einmal Zeichentisch gewesen war, drückte die fünf Finger seiner linken Hand ins Papier.
Es gab nicht nach.
Er hob es und hielt es vors Fenster. Ein Muster war zu erkennen, Spuren früherer Erkundungen der Oberfläche.
Die Poren der Finger sondern winzigste Mengen fetthaltiger Substanzen ab, wusste er.
Die relative Helligkeit von Lichtquellen hatte man einst danach bemessen, ob ein Fettfleck auf einem Blatt Papier das Licht durchließ. Von der anderen Seite.

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