91. – Gorgonenhaupt (Ζεί και βασιλεύει)

Ich ertappe mich dabei, ihre Locken geradezuziehen.
Meine Gedanken sind bei so abstrakten Dingen wie dem Gaia-Konzept oder
-Prinzip oder was weiß ich. Meine Finger in ihren Locken.
Sie liest einen Krimi. Ich mag keine Unterhaltungsprosa. Und sie wird mir eh erzählen, wer der Mörder war.
Ich würde nie etwas schreiben, das man genau so gut verfilmen könnte. Oder eben erzählen.
Wenn wir uns über Filme unterhalten, rede ich von den Machern, von Kameraeinstellungen, von Schnitt, von Dialoggestaltung. Sie streitet für die Figuren, als wären sie Teil ihres Lebens. Und dadurch sind sie Teil meines Lebens.
Erst wenn sie meinen Text liest, weiß ich, wen ich meinte, als ich diesen Menschen schuf.

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