84. – Der Wind, die Feder und das Schwert

Im eigenen Windschatten
schreibend, im Schneidersitz,
schaue ich nur selten hoch zum Baum.

Vorhergesagten Stürmen trotzend,
reihe Wort an Wort ich, Punkt an Punkt,
unter rauschendem Geäst.

Die Spitze meines Stiftes drückt das Blatt
auf gefühlt unendlich kleiner Fläche fest, und
die kleine Kugel rollt, blaue Tinte hinterlassend,
auf sich windendem Papier.

Wenn das weiße Blatt zuletzt auch reißen
und, wie seine bunten Namensvetter,
fortgetragen werden sollte,

so bleiben mir in diesem Kampf
zuletzt die Baumesborke und
ein heimlich mitgebrachtes Taschenmesser.

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