141. – Blume

Is’ ditt jetzt Herbst, jetze, sachma’. Kiek do’ma’ raus da; is’ doch keen Herbst.
Ne Zumutung is’ ditt; ditt isset.

Ulli, zapfste mir noch eins?

Nee, nich’ ditt billje Zeugs. Kannste Kalle geb’n. Ick hab’ A’beit. Er nich’. Mein Bia da’f schmeck’ng. Zemindest die ersten drei. Danach is’ ooch wurscht. Dann sind die Jeschmacksknospen eh ’hin.
Nüscht für Unjut, Kalle.

Machste Kalle ooch eens, Ulli?

Watter will. Na, klah.

Apropos Knospen …
Hermann sachte neulich: »Tommi«, sachta zu mir, »Tommi, du brauchst neue Schuhe. Der Somma jeht vorbei und Du latschst imma noch mit die Jesuslatsch’n da ’rum.«
Weißt schon …
Ich sare: »Hörma, Hermann, mich nennt kein Mensch mehr Tommi, seit Emsi tot is’. Ditt is’ nu’ schon neun Jahre her. Und außerdem wohnick nich’ mehr inner Thomasstraße.«
»Ach«, sachta, »Nich’? Wo wohnst’n jetze?«
Sarick: »Inner Emser; wo sonst?«
Musster lach’n.

Jedenfalls. Geh’ ick mir heute früh neue Schuhe käuflich erwerb’m. Wassadichte, wah’. Kaum bin ick raus aus’m Laden, da regnet’s.
So jeht’s. Prost, Kalle.

Ach ja, und wer steht barfuß im Hausflur? Hermann.
Applaus, Applaus.

Aba wa’tema’ … ick wollte doch watt von Knospen azehl’n.
Ach, nich’ so wichtich. Prost.

weiter

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