20. – Begnüg dich doch mal

Eine Suche nach Bescheidenheit, Genügsamkeit,
eine Suche, die an sich schon vermessen ist,
Suche an derjenigen vorbei, die ich ja irgendwie schon habe.

Ich habe mal einen jungen Mann gekannt,
der alles sehr, sehr wörtlich nahm.
Er unterschied zwischen Suchen und Finden:
Wenn man ihn bat, etwas zu suchen,
so brach er die Suche nicht ab,
wenn das Gesuchte gefunden war.
Gott sei Dank, war er folgsam.

Suche an derjenigen vorbei, die ich ja irgendwie schon habe:
Ich sehe sie nicht. In ihrer Absolutheit entgeht sie mir zuweilen.
Eine Suche nach Dankbarkeit, nach Demut,
nach ihr.
Warum? Weil ich sie immer wieder finden will.
Weil ich manchmal meine, soviel stünde mir nicht zu.
Weil ich zu bescheiden, zu genügsam bin?

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